Land und Leute

Tempelmuseum

Seggauberg 17
8430 Seggauberg
03452/ 863 20 oder 0664/153 31 03
geöffnet Mai - Oktober                                     Montag - Sonntag, Feiertag 10 - 16 Uhr

 

Nächste Veranstaltung im Tempelmuseum:

siehe Veranstaltungskalender unter AKTUELLES & EVENTS 

 

Der Frauenberg

ist seit der Steinzeit besiedelt. Eine seiner wichtigsten Epochen dürfte er in der Zeit der Römer erlebt haben, in der FLAVIA SOLVA (Stadtrecht 70 n. Chr.) ein Siedlungszentrum der Steiermark war. Bekannt ist der Frauenberg auch durch seine wunderschöne, der Gottesmutter geweihte, Wallfahrtskirche. Zwei Seckauer Fürstbischöfe sind hier begraben. Die Fresken im Kircheninneren haben das Alte Testament zum Inhalt und stammen von den Barockmalern Sattler Vater und Sohn.

Das Museum

besteht seit 1954 und ist Mitglied des Museumsverbandes Archäologie Süd. Seit 1986 sind in den zwei Etagen zum größten Teil Funde vom Frauenberg ausgestellt, die zeugen, dass der Berg kontinuierlich seit der Jungsteinzeit besiedelt war. Im Obergeschoß sehen Sie u. a. Pläne, Fotos, eine Zeittafel, keltische und römische Münzen, Keramiken aus allen Perioden, sowie Metallwerkzeuge und Skulpturen. In der Großvitrine sind Funde von den Grabungen (1993-1997) im spätantiken bzw. frühchristlichen Gräberfeld auf der Südostterrasse ausgestellt. Im Untergeschoß befinden sich steinerne Sarkophage und Grabdenkmäler, das Modell des Isis-Tempels I und einige Architekturteile desselben sowie eine, aus Spolien aufgebaute Schauwand des Mars Latobius - Tempels II.

Das Museum befindet sich direkt am ältesten freistehenden Mauerwerk der Steiermark, den Fundamenten des ISIS NOREIA Tempels aus der Jahrhundertwende vom 1. zum 2. Jahrhundert, sowie Architekturteilen des MARS LATOBIUS Tempels. Seit Herbst 2002 werden Suchgrabungen zur Aufdeckung eines noch älteren (gallo-römischen) Tempels III unternommen. Das Museum zeigt die römische Lebensweise und die religiös-kultische Bedeutung des Sulmtals in der Römerzeit. Zu sehen sind auch Exponate aus der Jungsteinzeit bis in die Spätantike – Gräberfeld Frauenberg.